Erfahrungsberichte

Bahri und Naseef zu Gast bei Lukas
Es war ein regnerischer, kalter Abend im November und ich hatte Bahri und Naseef eingeladen. Durch die Initiative Welcome Dinner Göttingen kamen wir in Kontakt und ich kochte für die beiden. Ich machte einen Kartoffelauflauf und wir unterhielten uns problemlos auf Deutsch. Wir redeten über ihre Flucht und meine Migration: Bahri war aus Aleppo, Naseef aus Mossul geflohen, als sie 20 Jahre alt waren und durch den Krieg ihre Familien verlassen mussten. Bei mir war es anders, ich war mit meiner Familie als Säugling für sechs Jahre nach Argentinien gezogen. Bahri und Naseef flohen allein aus Notwendigkeit, meine Familie emigrierte freiwillig. Sie erzählten, dass sie von serbischen Polizisten gut behandelt wurden, in Ungarn aber mussten sie sich nachts fortbewegen, von 8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens, um nicht in die Fänge des Orbanstaates zu geraten. Bahri und Naseef haben sehr deutlich gespürt, wie gespalten die EU ist, Asyl zu gewähren oder zu verwehren. Sie hoffen, bald mit ihren Familien zusammenzuleben und Arbeit zu finden. Und doch sind sie fürs erste froh, hier zu sein. Nach dem Essen schauten wir Champions League, nächste Woche werden wir gemeinsam Fußball spielen. Das mag nebensächlich klingen – aber Nebensachen können helfen, die Hauptsachen zu bewältigen.



Samar und seine Familie zu Gast bei Laura
Das Treffen mit den Allos war wirklich sehr nett. Inzwischen haben wir sogar eine Gegeneinladung erhalten und angenommen. Die Kommunikation hat auf Englisch gut funktioniert.

Amir und Muhammad zu Gast bei Hanna, Jana, Sarah und Marion
Ein wunderbares Abendessen haben wir, Hanna, Jana, Sarah und Marion, letzte Woche mit Amir und Muhammad verbracht. Die Tatsache, dass unsere Essensauwahl – Pizza und Salat – für Amir und Muhammad etwas gewöhnungsbedürftig waren hat die Stimmung in keinster Weise getrübt. Wir haben uns viel über Unterschiede in der afghanischen und deutschen Kultur, über Sprachen, Wünsche und Hobbies unterhalten. Für uns alle war es ein sehr spannender und lustiger Abend! Bestimmt treffen wir uns mal wieder.


Hussam zu Gast bei Vera, Henning und Lisa
Liebes Welcome Dinner Team,
wir sind eine kleine Familie und hatten am Freitag Besuch von Hussam aus Damaskus. Wir hatten vorher schon per E-Mail Kontakt und gefragt, ob er etwas nicht mag. Zu Essen gab es Vegetarisches: Eine Suppe, Ofenkartoffeln und gegrilltes Gemüse, dazu Chiccoréesalat. Die Verständigung war leicht, da Hussam schon sehr gut Deutsch spricht. Es war unglaublich interessant, von ihm direkt etwas über das Leben in Syrien zu erfahren und Fotos von seiner Familie zu sehen. Anfangs waren wir alle etwas schüchtern, aber dann haben wir auch gescherzt! Das nächste Mal möchte er uns zu sich einladen und wir sind schon gespannt.
Es war ein sehr schöner Abend und wir freuen uns über diese tolle Möglichkeit, mit unseren Gästen hier in Kontakt zu kommen.
Vielen Dank!
Lisa, Henning und Vera


Wasey über das Welcome Dinner beim Stadtradio Göttingen

Meeting new people in a new town, when you have no one around. And feel the most lonely person is hard enough. From all the troubles in home country, to my escape and then the worst memories of crossing borders; pushed me into depression. And then Welcome Dinner team contact me and asked me to join them for a dinner at Stadt Radio, Göttingen. Its amung some of my best experiences in Deutschland. For all the three hours, i got such quality time with some great people. I always think i never meet such awesome people like Deutsch people are. I would say, "Thank you team Welcome Dinner."


Maryam, Mahmoud und Ayin zu Gast bei Mechthild, Mathias, Paula, Johanna und Greta
Am 12. März verbrachten wir (Mechthild, Mathias, Paula, Johanna und Greta) gemeinsam mit Maryam, Mahmoud und Ayin ein geselliges Mittagessen mit anschließendem Kaffeetrinken.

Während Ayin (7) und Johanna (12) gemeinsam im Garten spielten, haben wir uns über verschiedene Dinge ausgetauscht. Obwohl Maryam, Mahmoud und Ayin erst seit 15 Monaten in Deutschland sind sprechen sie schon sehr gut deutsch. So konnten wir uns problemlos sowohl über ihre Geschichte, die politische und religiöse Situation in ihrem Heimatland, als auch über witzige Missverständnisse in der Körpersprache und gleiche Wörter mit unterschiedlicher Bedeutung in persisch und deutsch, unterhalten. Dabei haben wir viel gelacht :).

In den nächsten Wochen sind wir von Maryam, Mahmoud und Ayin zu einem persischen Essen eingeladen, mit der Ansage, vorher zwei Tage nichts zu essen :D.

Vielen Dank an die Organisatoren des Welcome Dinner, wir hatten alle einen bereichernden Nachmittag.


Liaquat und Ahmed zu Gast bei Alex, Christian und Marie
Wir, das sind Alex, Christian und Marie haben Liaquat und Ahmed aus Baluchistan zu uns eingeladen. Die Kommunikation mit den beiden war von Anfang an sehr einfach, da beide sehr gut Englisch sprechen.
Nach dem ersten Kennenlernen sind wir gemeinsam Einkaufen gegangen und haben uns auf Schnitzel mit Ofenkartoffeln und Blumenkohl einigen können. Liaquat und Ahmed hatten beide Lust etwas aus der deutschen Küche zu probieren. Beim gemeinsamen Kochen haben die beiden von Ihrer Heimat und Ihrer Vergangenheit in Baluchistan erzählt. Für uns war es interessant von der Situation dort zu hören, über die in den Nachrichten nicht berichtet wird.
Wir hatten alle viel Spaß an diesem Abend! Unser nächstes Treffen wird bei Liaquat und Ahmed stattfinden, die uns bereits zu sich eingeladen haben.

Luay zu Gast bei Ansgar und Michael
Die unverkennbare Stimme von Heino singt die deutsche Nationalhymne, dazu herrliche Bilder von schönen deutschen Landschaften und Städten. Dieses Video war nicht unsere musikalische Begrüßung für Luay, unserem Dinnergast aus Syrien, sondern das hat er uns im Laufe des Abends auf seinem Smartphone gezeigt. Mit solchen und ähnlichen Videos, bei denen Untertitel zum deutschen Liedtext eingeblendet werden, versucht er, besser Deutsch zu lernen. Und mit Erfolg: im Laufe des Abends hatten wir das Gefühl, man könnte anstatt Englisch zu sprechen auch ins Deutsche umschwenken, es würde auch irgendwie gehen.
Ein wenig Gedanken ums Essen hatten wir uns vorher schon gemacht. Deutsch gut-bürgerlich oder mehr exotisch, mit Fleisch oder vegetarisch, sind alkoholhaltige Getränke auf dem Tisch so gar nicht denkbar?  Letztlich haben wir unseren Gast schon ein wenig mit in die Planung eingebunden und ihm sonst alle Möglichkeiten gelassen. Unser „Chicken Marbella“ mit Brot und Salat kam dann bei uns allen wirklich gut an. Deutsche Erbsensuppe als Starter und Creme Karamell als Nachtisch machten aus dem Dinner eine runde Sache!
Wir sind sehr froh, mit Luay an diesem Abend ins Gespräch gekommen zu sein. Weil er ein sehr höflicher und angenehmer Gast war und weil er uns Dinge erzählen konnte, über die man als einigermaßen informierter Bürger zwar teilweise Bescheid weiß, die man aber so anders bewerten kann, wenn ein konkreter Mensch von seiner Situation berichtet: von Flucht und Lager, von zerrissener Familie und deutschen Behörden, die schließlich „den Bescheid“ ausstellen. Ein Foto davon hatte er auch dankbar auf seinem Smartphone verwahrt.


Wir werden gerne wieder ein Welcome Dinner ausrichten. Oder auch Luay einfach so nochmal zum Essen einladen.


Akbar und Muhammed zu Gast bei Andreas und Heike
Am 25.2. habe ich mit Akbar und Muhammed am Nonnenstieg beim ersten Kennenlernen alles Essenstechnische geklärt, die Beiden wollten kochen. Gestern, am 3.3. haben wir die Beiden vom Nonnenstieg abgeholt und sind dann zu uns nach Hause gefahren. Wir hatten Gemüse, Reis und Hähnchenfleisch besorgt.
Akbar als früherer Bauer ist ein guter Koch, aber auch Muhammed kann gut kochen. Sie haben aus den Zutaten die wir besorgt haben, ein Hähnchencurry zubereitet. Dazu gab es Basmatireis, über dessen Zubereitung wir sehr viel Neues gelernt haben. Ich habe in der Zwischenzeit noch ein europäisches Gericht, eine Kartoffelsuppe mit Chicorée zubereitet. Wir haben dann gemeinsam gegessen, das Curry war sehr gut, aber die Kartoffelsuppe wollten die Beiden nicht probieren.
Unterhalten konnten wir uns hauptsächlich mit Muhammed, der recht gut English spricht, er war in Pakistan wohl medizinischer Dispenser, dieser verabreicht die Medikamente, die der Arzt verschreibt und macht auch kleine Operationen, mehr als ein deutscher Arzthelfer. Akbar war sehr schweigsam, er traute sich wohl nicht zu sprechen.
Gegen 19:30 haben wir die Gäste wieder zurück an den Nonnenstieg gebracht, und die Beiden äußerten die Hoffnung, dass es ein nächstes Mal geben würde. Muhammed bot uns an im Frühjahr könnte er ja bei uns mal Garten machen.



Ali, Gondal, Mian und Naeem zu Gast bei Martha, Peter und Freunden


In großer Runde hatten wir einen interessanten Abend - geprägt von dem Versuch, pakistanisch zu kochen, dem Austausch über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Kartenspielen und der Farbenlehre auf Urdu. Kurzum: ein gelungener Abend!



Maher zu Gast bei Janine und Pascal


Liebes Welcome Dinner Team ! 
Wir hatten gestern Maher aus Syrien zu Gast.
Die Kommunikation war witzig und wir haben viel gelacht. Maher konnte schon gut Deutsch sprechen, aber auch Englisch. Darüber hinaus haben wir einen Übersetzer auf unseren Smartpnones benutzt, der nicht immer korrekt funktionierte und zu viel Gelächter führte.
Zum Abendessen haben wir Raclette gemacht und es gab von allem etwas. 
Es war sehr interessant, einen Einblick in sein derzeitiges Leben und in seine Vergangenheit zu erhalten. Das hat uns sehr berührt.
Maher hat uns zum Abschied auch zu sich eingeladen. Er war sehr dankbar für den Abend und sagte am Ende: "Heute bin ich sehr glücklich."

Janine und Pascal 






Mohamad zu Gast bei Hanan und Freunden
Im Rahmen des Welcome-Dinners haben wir - das sind Radwa, meine ägyptische Mitbewohnerin, Hasan, ein libanesischer Freund aus der Refugee Law Clinic, Sabri, ein Freund mit tunesischen Wurzeln, Lina, meine halbägyptische Kommilitonin, Lena und ich (mit palästinensischem Hintergrund) - Mohamad aus dem Libanon zu uns eingeladen.
Zuvor haben wir uns gefragt, ob wir lieber arabisch oder "typisch" deutsch kochen sollten? Letzlich haben wir uns für eine selbstgemachte Pizza zum Belegen (als gemeinsame Aktion) entschieden, kombiniert mit Salat und einem Orangenkuchen als Nachtisch, dazu arabischen Kaffee und palästinensischen Minztee. 
Der Einstieg war ein bisschen angespannt - was genau konnten wir jemanden fragen, der eine solche Reise hinter sich hat? Da sich die einzelnen Gäste unter einander auch noch nicht sehr gut kannten, wurde die Aufmerksamkeit schnell verteilt und es entstanden mehrere kleine Gespräche über Herkunft, Politik, Wünsche, Erfahrungen, über das Studium etc. 
Danach wurde es ein ganz wunderbarer Abend, wir haben über Politik gesprochen und viel gelacht. Es war so schön, dass alle bis um 3 Uhr morgens geblieben sind. :) Für uns war es toll, durch den arabischen Gast den Klang dieser Sprache in unserem Haus zu haben. Besonders lustig war es, die vielen Dialekte um einen Tisch versammelt zu haben! Für Mohamad schien es gut zu sein, durch die Sprache und das Sprechen und Vergleichen der verschiedenen Länder ein wenig Heimat zu spüren. Mich hat nachhaltig beeindruckt, was er über seine Motivation und seinen Weg nach Deutschland erzählte - solche Begegnungen geben mir einen realistischeren, persönlicheren Bezug zum weiten und oft sehr theoretisch diskutierten Thema "Flüchtlinge"/"Migration".
Wir planen, uns in dieser Konstellation weiter zu treffen - vielen Dank dafür!


Liebe Grüße
Hanan



Samir und Hussen zu Gast bei Wiebke und Christopher
Auch wenn der Abend etwas chaotisch begann, fand er doch ein glückliches Ende. Kurz nach 19:00 hatten dann alle Gäste zu unserer Wohnung gefunden: zwei Gäste aus Syrien und zwei Mitglieder des Organisationsteams, die uns netterweise mit ihren Sprachkenntnissen zur Seite standen. Die Atmosphäre wärmte sich schnell auf und schon bald saßen wir alle bei guter Unterhaltung und Abendessen am Tisch. Die sprachlichen Barrieren wurden von allen Seiten aus mit einem zwinkernden Auge und viel Humor überwunden. Der Abend verging sehr schnell und endete mit herzlichen Umarmungen und dem Versprechen, sich bald wieder zu sehen. 


Alles in Allem hat uns das Welcome Dinner sehr viel Spaß gemacht. Es bietet eine tolle Möglichkeit, mit den Menschen, die zurzeit in Flüchtlingsheimen wohnen, in Kontakt zu kommen und ihre Geschichten zu hören. Auch in der Zukunft wollen wir in Kontakt bleiben und diese Verbindung beibehalten. Wir können allen nur wärmstens empfehlen, diese Erfahrung zu machen und die Türen zum eigenen Esszimmer für einen Abend zu öffnen.


Ameary zu Gast bei Peter und Maike 
Liebe alle,
hier mein Kurzbericht zum Essen:
Ameary, Maike und ich hatten einen sehr netten und anregenden Abend bei leckerem Essen. Obwohl gerade erst im A1-Kurs, spricht Ameary schon sehr fließend Deutsch, sodass die Verständigung doch recht gut funktionierte und wir viel über Ameary und sein Leben in Göttingen erfahren konnten. Der Abend war sehr bereichernd für uns.  Das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich an einem Welcome Dinner teilgenommen habe.

Vielen Dank Euch für die Orga,
Peter